Schwule Gesundheit

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Gesundheit ist viel mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert Gesundheit als „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

Im schwulen bzw. MSM-Kontext geht es dabei um drei Ebenen.

Ebene 1: Körperliche Gesundheit – Natürlich hat Gesundheit was mit unserem Körper zu tun. Für MSM heißt das seit Beginn der 1980er Jahre zu allererst: Schutz vor HIV. Und in den letzten Jahren damit Safer Sex 3.0 (Kondom, PrEP und Schutz durch Therapie).

Darüber hinaus geht’s auch um anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) und um das, was beim Sex sonst noch so körperlich eine Rolle spielt – zum Beispiel die Frage nach körperlichem Wohlbefinden, Schmerzen, Erektionsfähigkeit etc.

Ebene 2: Psychische Gesundheit – Gesundheit ist aber viel mehr als nur Körperlichkeit. Sex und Liebesleben sind wesentliche Bestandteile unseres psychischen Lebens. Sie können Quelle sein von Lust und Leid, können unser Wohlbefinden und unsere Ausgeglichenheit stärken und nähren – aber auch Süchte, Angstgefühle, Druck und Sorgen bereiten.

Aus schwuler Perspektive ist hier besonders wichtig zu akzeptieren, dass wir als MSM in einer zumindest in Teilen nach wie vor homophoben Gesellschaftsordnung leben und das bei vielen von uns spezifische psychische Herausforderungen mit sich bringen kann, z.B. rund um die Themen Selbstakzeptanz, Männlichkeitskonzepte etc.

Ebene 3: Soziale Gesundheit – Wir haben unseren Sex nicht im luftleeren Raum. Die Menschen um uns herum, egal ob in der schwulen Community oder Szene, im Gesundheitssystem, in der Politik oder in den Medien, prägen stark, ob wir uns stark fühlen, das Sexual- und Liebesleben zu führen, was wir wirklich möchten.

Und weil schwul sein nicht immer einfach ist, gibt es Beratungsstellen:

Egal ob es um Sex, Coming Out oder Partnerschaft geht, Scham, Gewalt, Liebe, Gefühle oder Mobbing, Asyl, Freundschaft und die Familie. Alle Facetten des Lebens kannst du bei der Beratung im Sub besprechen.

Wenn es eher um die Sexuelle Gesundheit und Substanzgebrauch oder ChemSex geht, kannst du dich auch im Sub beraten lassen. Termine gibts hier!

Und die PrEP-Beratung bespricht mit dir gerne deine Sexuellen Bedürfnisse und wie du sie am besten erfüllen kannst und gleichzeitig bestmöglich geschützt durchs Sexleben gehst. Termin hier!

Dein Thema fehlt hier? Dann schreib uns, wir versuchen den oder die richtige/n Ansprechpartner*in zu finden! prep@subonline.org

Urgenusswurzel :: schwul :: sexpositiv :: herzlich Ehrenamtlicher PrEP-Berater im Sub München Aktivist für LGBTQ*I Empowerment

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