What is Sex Positivity?

„Sex Positivität“ bedeutet, dass wir Sexualität und das Ausleben von Sexualität in gegenseitigem Einvernehmen (consent!) als in sich gut und richtig verstehen. Grundsätzlich ist Sexualität und das Ausleben von Sexualität ein essentieller Teil des „Mensch sein“, ein Recht und nichts verwerfliches.

Und da ist es egal, was für Sex das ist, mit wie vielen und wie oft.

Wir finden, dass es ok ist, keinen Sex zu haben und, dass es okay ist, jeden Tag Sex zu haben, oder auch nur manchmal.

Warum ist das wichtig?

Viele Institutionen und Menschen haben Angst vor Sexualität und vor allem vor freier und hemmungsloser ausschweifender Sexualität, von der sie glauben, dass sie negativ ist.

Jedem und jeder ist klar, dass es ein sehr enges Korsett von akzeptabler Sexualität gibt, das meist auf eine heterosexuelle, monogame (am besten noch auf Kinderwunsch ausgerichtete) und staatlich bestätigte cis*gender-Sexualität geht.

Alles was von diesem Mainstream abweicht – egal ob schwul, trans*, bi, non-binär, polyamorös oder BDSM muss sich rechtfertigen und steht (manches mehr und manches weniger) im Verdacht „pervers“ und nicht normal zu sein.

Wir sagen: Pervers ist gut! „Nicht normal“ ist gut. Und „normal“ ist auch gut! Wir wollen, dass alle Menschen ihre Sexualität ohne Scham und frei ausleben können, solange sie andere nicht verletzen (Einvernehmen! Consent!).

Wir sind offen dafür, über Sex und sexuelle Aktivitäten zu sprechen. Wir versuchen, unsere Körper, die Körper unserer Partner und alle physischen, emotionalen und psychologischen Aspekte der Intimität zu verstehen. Fragen zu Sex zu haben, ist in Ordnung.

Safer Sex ist wichtig! Safer Sex kann das Besprechen der eigenen sexuellen Geschichte, das Verwenden von Kondomen, PrEP und das Testen auf sexuell übertragbare Infektionen (STIs) wie HIV umfassen und vieles mehr. Safer Sex bedeutet auch Praktiken und Risiken zu kennen und diese mit Sexpartner*innen zu besprechen.

Wir betrachten Sex als einen gesunden Teil des Lebens, den man genießen sollte. Für sexpositive Menschen kann Sex ohne Scham und Peinlichkeit diskutiert werden. Es ist kein Tabuthema.

Wir erkennen an, dass mensch manchmal keinen Sex haben möchten und dass Partner*innen möglicherweise keinen Sex mit uns haben möchten. Auch emotionale und psychologische Sicherheit sind wichtige Aspekte von Sexualität.

Wir akzeptieren die sexuellen Praktiken anderer, solange die Teilnehmer*innen zustimmen und sich sicher fühlen, ohne vorzuverurteilen oder zu beschämen.

Das bedeutet auch, die sexuellen Orientierungen und Lebensstile anderer ohne Urteil zu akzeptieren.

Positiver Sex kann kompliziert sein. Einige sexuelle Verhaltensweisen stimmen möglicherweise nicht mit den kulturellen und religiösen Werten einer Person überein.

Insgesamt bedeutet das Konzept, sexpositiv zu sein, für uns, dass wir die eigene Sexualität verstehen und wissen, was dies für uns und unsere Beziehungen bedeutet.

Ur-Genusswurzel: Schwul, sexpositiv, herrlich herzlich. Stolzer Berufsschwuler: HIV-Prävention in der Schwulen Szene. Theaterautor und LGBTIQ*-supporter.

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